Konzept

Wie sich das Lern- und Werkzentrum aufbaut

Mit unserem Angebot ergänzen wir die kantonalen Angebote und fördern und fordern Jugendliche, die sonst keinen Anschluss ans schweizerische Bildungssystem finden oder persönliche und fachliche Begleitung benötigen, um sich im hiesigen Arbeitsmarkt integrieren zu können.

Die richtige Ausbildung, den richtigen Beruf zu finden, ist der Wunsch der allermeisten Jugendlichen – und damit auch der jungen Menschen mit einer Migrationsgeschichte oder der zum Teil schulungewohnten Jugendlichen und unbegleiteten minderjährigen Geflüchteten (MNA oder mineurs non accompagnés).

Das tipiti Lern- und Werkzentrum ist ein räumlicher Zusammenschluss verschiedenster Tätigkeitsfelder. Hier stärken wir die Jugendlichen in ihren schulischen Kompetenzen und ermöglichen ihnen einen praktischen Zugang zu handwerklichen Berufen.

Die Ausbildung im tipiti Lern- und Werkzentrum

Das tipiti Lern- und Werkzentrum hat das Ziel, den Jugendlichen durch alternative Ansätze und individuelle Förderung eine praktische Ausbildung und dadurch den Zugang zu einer Ausbildung zu ermöglichen. Daraus leiten wir folgende Schwerpunkte ab:

  • Schulische Grund- und Sprachkompetenz: Sprache verstehen und sprechen ist der erste Integrationsfaktor und ein essenzieller Türöffner. Die Jugendlichen besuchen zudem Mathematikunterricht. Diese Kompetenzen werden durch die Stellwerk-Tests überprüft. Zusätzlich vertiefen die jungen Leute ihre Sprachkompetenzen in den Arbeitstrainings. Mehr Infos unter Schulzentrum.
  • Berufsbezogene Fachkompetenz: In den Arbeitstrainings erlernen die Jugendlichen verschiedene berufsbezogene Grundfertigkeiten, Grundlagenwissen und Fachbegriffe. Mehr Infos darüber unter Werkzentrum.

Drei Phasen der Ausbildung

Die jungen Flüchtlinge durchlaufen während ihrer praktischen Ausbildung im Lern- und Werkzentrum drei Phasen:

  • Orientierung: Sie erhalten Einblick in verschiedene Berufsfelder im Lern- und Werkzentrum und durch Schnuppereinsätze in Betrieben. Dies gibt ihnen die Möglichkeit herauszufinden, was sie interessiert. Durch die Unterstützung der Begleitpersonen können die Jugendlichen ihre individuellen Talente entdecken, entwickeln und auf die Tätigkeitsgebiete anwenden.
  • Vertiefung: Die Auszubildenden eignen sich schrittweise die vereinbarten Kompetenzen an und lernen gleichzeitig, Herausforderungen zu meistern. Durch individuelle Förderung werden ihre Interessen und Talente gezielt entwickelt. Gemeinsam werden Leistungsziele vereinbart und die Ausbildung individuell abgestimmt. Das Erlernte wird in Praktika in der freien Wirtschaft angewendet.
  • Integration: Die jungen Flüchtlinge lernen, ihre Zukunft zu planen. Durch die Kooperation mit verschiedenen Betrieben werden Stellen und Ausbildungsplätze bereits während der Zeit im Lern- und Werkzentrum gefunden und dadurch ein kontinuierlicher Übergang ins Berufsleben gestaltet. Die Begleitung durch einen Coach wird während der Dauer der Ausbildung und beim Einstieg in eine berufliche Tätigkeit für mindestens das erste Jahr sichergestellt.

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